Vom Faulenzen zum Stress… ein kleines Intermezzo mit meinem inneren Antreiber

Da ich in das neue Jahr sehr „positiv“ gestartet bin, hatte ich geschenkte Zeit mir mehr ├╝ber Energieverlust und die damit verbundene Lustlosigkeit, dem Mangel an Motivation und emotionale Verstimmung Gedanken zu machen.
Einerseits hat es mich sehr genervt, da ich den Zustand nicht wirklich selbst in der eigenen Hand hatte – so zumindest in meiner eigenen Wahrnehmung – und andererseits waren es letztlich doch nur ca. vier-bis f├╝nf Wochen, um mich wieder auf Normalniveau zu f├╝hlen. Und ehrlich gesagt, waren davon ein paar Tage gar nicht so schlimm, denn einfach mal im wahrsten Sinne nichts tun m├╝sen oder sogar zu wollen. Ausschlafen, einer gewissen Morgenroutine nachgehen, um dann den Tag mit wirklich wenigen Erlebnissen zu verbringen f├╝hlte sich tats├Ąchlich erholsam an.Was ich f├╝r mich spannend und zugleich best├Ątigend empfand, ist die Tatsache, dass mein System, mein K├Ârper sich bewusst zur├╝ckzieht, keine Energie mit Arbeit oder anderen allt├Ąglichen ToDos verschwendet, um wieder gesund zu werden.
Der Zustand hielt ein paar Tage an, bis sich wieder eine meiner inneren Instanzen bem├╝├čigt f├╝hlte, mich an das „MACHEN“ zu erinnern, dass ich doch gef├Ąlligts so langsam mal wieder was arbeiten solle usw. Das habe ich mit etwas Abstand stets etwas anstrengend und teils auch unf├Ąhr empfunden, war ich doch krank oder seit langem mal wieder auf Pausenmodus gestellt. Mir wurde bewusst, dass es erst die eine „Ausrede“ brauchte, dass ich von au├čen bestimmt wurde, mich auszuruhen und eben Leistung zu erbringen jetzt nicht wichtig ist.

Ich denke, dass diesen sogenannten inneren Antreiber viele von uns kennen. So manche Menschen treibt es zum dauerhaften Versuch perfekt zu sein, reines Vergn├╝gnen oder zielloses Tun eher negativ von einem selbst bewertet wird, erst die Arbeit und dann (keine) Freude ein eingebranntes Verhalten ist oder bspw. Training, Freunde, Familie und kleine Urlaube im Alltag warten m├╝ssen.
Die Konsequenz daraus ist ein best├Ąndiges Zuviel an Energie, was aufgebracht werden muss, um den inneren Performer bzw. Antreiber gerecht zu werden (oder unbewusst anderen Personen zeigen, dass sie tolle Arbeit leisten und sich dadurch wohl f├╝hlen). Selten wird dadurch ein Gef├╝hl von ehrlichem „Gut Genug“ erreicht und empfunden. Also dreht sich die M├╝hle immer weiter, bis wir Stress empfinden und sich dieser negativ auf unser Wohlgef├╝hl sowie unsere k├Ârperliche Leistungsf├Ąhigkeit auswirkt. Die Stressforschung und insbesondere die Psychoneuroimmunologie, die Wissenschaft, die die Wirkungszusammenh├Ąnge insbesondere zwischen der Psysche und dem Immunsystem erforscht, haben eindeutig nachgewiesen, dass intensiv wahrgenommener oder chronisch empfundener Stress starke Auswirkungen auf unser Immunsystem und so letztlich auf unseren gesamten K├Ârper hat.Das Stresseimermodell macht dies nochmal deutlich

Wenn ich es auf eine wesentliche Sache runterbrechen sollte, was den Eimer zu voll werden l├Ąsst, ist es oft die Tatsache, dass die pers├Ânlichen Ventile zu wenig genutzt oder sogar vermieden werden. Also solche Aktivit├Ąten, die einen ablenken, entspannen, Freude bringen, die zu einem faktisch dazugeh├Âren und die eigene Pers├Ânlichkeit mit ausmachen: Sport, Familie und Menschen, die emotional gut tun, Natur, das Haustier pflegen, Schlaf, ges├╝ndere Ern├Ąhrung uvm. Vor allem ist es noch offensichtlicher, wenn die Ventile nicht mehr genutzt werden, dass die eigene Balance aus den Fugen geraten ist. Klar ist auch, dass hinter den pers├Ânlichen Antreibern noch versteckte unangenehme Emotionen sitzen (Glaubenss├Ątze, unsch├Âne Erfahrungen usw.). Jedoch gibt es f├╝r den Alltagsgebrauch so einige simple und effektive Handwerkszeuge, um sich t├Ąglich ein klein wenig vom wahrgenommenen Stress zu distanzieren.

Eine m├Âchte ich Dir hier vorstellen und Dich einladen, diese praktisch auszuprobieren.

Du erh├Ąlst hier praktische Anleitungen zur Aktivierung unseres Entspannungsnerv, dem Vagus. Die Techniken der Energetischen Psychologie und Mentalen Regulation (Stressregulierung) sind seit jahrtausenden bew├Ąhrt. Probiere Dich anhand der beschriebenen Akupunkturpunkte aus und sp├╝re bewusst, was sich bei Dir ver├Ąndert. Je ├Âfter Du damit trainierst, desto mehr passt sich Deine ganz pers├Ânliche Stresskompetenz an. ├ťbe am besten ein-bis zweimal t├Ąglich, mindestens aber dreimal w├Âchentlich. Und: Medizin oder Heilung ist Absicht – sei Dir Deines Fokusses stets gewahr, wenn Du diese kleine ├ťbung absolvierst. Was m├Âchtest Du in dem Moment? Mache Dir das bewusst.

Ich bin gespannt, was sich bei Dir durch diese kleine Intervention ver├Ąndert.

Die Aktivierung des Vagusnerv gelingt durch Akupunkturpunkte entlang verschiedener Meridiane.
Reibe, klopfe oder halte sanft die Akupunkturpunkte f├╝r ca. 15-bis 60 Sekunden bis Du enweder…A) Speichelfluss oder
B) Schlucken oder
C) G├Ąhnen oder
D) Seufzer oder
E) ein Wohlgef├╝hl wahr nimmst

Wo sind die Punkte (Die Reihenfolge spielt dabei keine Rolle)

  1. Ende der Handlinie, die auf der Handkante innen kleine Fingerseite endet
  2. Beide Daumen verschr├Ąnken, Zeigefingerspitze auf Arm anlegen. Zeigerfingerspitze zeigt den Punkt.
  3. 3-fingerbreit hinter der Handgelenksfalte, Mitte zwischen den mittleren Sehnen
  4. In der inneren Handglenksfalte, mittig ├╝ber der unteren tastbaren Sehne
  5. Anfang der Augenbraue innen kurz vor Nasenbein
  6. Zwischen dem Nasenfl├╝gelrand und der Nasolabialfalte in Vertiefung – direkt neben Nasenloch
  7. Hinterkopfrand auf H├Âhe der Ohrl├Ąppchen ca. 3 Finger nach innen. Mit Daumen kleine Kuhle unter Sch├Ądel ertasten
  8. Dicht unter dem Hinterkopfrand, ca. 2 fingerbreit neben Mittellinie (Wirbels├Ąule) auf dem Muskelstrang